Zum Inhalt
In unserem Zeitalter der virtuellen Computerwelten und der Biotechnologie erlebt der Traum vom künstlichen Menschen als Ausdruck immer neuer Versuche anthropologischer Selbstbestimmung des Menschen eine ungeahnte Hochkonjunktur. Doch das Thema des künstlichen Menschen, sei es der Humunculus, der Automat, der Android, die Marionette, die Puppe oder der Cyborg, hat die Literatur schon seit jeher fasziniert. Der Körper, und erst recht der künstliche Körper, bildet eine vielgestaltige Projektionsfläche für die gesellschaftskritischen, anthropologischen, moralischen und ästhetischen Fragestellungen, die sich in den hier zur Debatte stehenden französischen, spanischen, italienischen, lateinamerikanischen und portugiesischen Texten manifestieren. Sie werden anhand der 28 in diesem Band versammelten romanistischen Beiträge diskutiert.