Zum Inhalt
Wie verändert das Mobiltelefon unsere Körper? Auf welche Weise macht es sie auffällig? Warum gerät der drastische Einsatz des Körperlichen in der Harald Schmidt Show nicht zum Tabubruch? Welche Strategien verfolgen Übersetzer, wenn sie es mit Texten zu tun haben, die das Körperliche ‚ungeschminkt’ in Szene setzen? Welche Tabuisierungen fungieren in den Debatten zum therapeutischen Klonen als letzte Ankerpunkte? Solche Fragen sucht das vorliegende Buch zu beantworten. Viele der hier versammelten Autoren greifen dazu auf das Karnevalskonzept Michail Bachtins zurück. Gemeinsam ist den Artikeln darüber hinaus die Orientierung an den Begriffen Körper, Tabu, Umgehungs- bzw. Bewältigungsstrategie. Die Vielfalt der ins Spiel gebrachten Phänomene und Perspektiven macht diese Publikation schließlich zu einer lebendigen, die tradierten Fächer übergreifenden Auseinandersetzung. Sie ist nicht zuletzt der unterschiedlichen disziplinären Herkunft der Autoren geschuldet (Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie etc.). Auch die vorgeschlagenen Rubriken: Massenkommunikation, ästhetische Repräsentationen, Diskursanalysen, Sprache und Übersetzung bieten dem Leser Anhaltspunkte für eine Lektüre, die die engen Grenzen der Einzeldisziplinen unterläuft.