Zum Inhalt
Judentum, Christentum und Islam gestalten – wortwörtlich – Raum und Zeit: durch die Lage und Ausrichtung ihrer Sakralbauten wie auch durch ihre Kalender und täglichen Gebetszeiten. Darin ähneln sich die drei großen Religionen – und legen Raum und Zeit dennoch sehr unterschiedlich aus. Ihnen gegenüber stehen die Veränderungen der Moderne: Durch Globalisierung und Digitalisierung dynamisiert sich der Umgang mit Raum und Zeit rasant. Besonders für religiöse Menschen, aber auch für Kinder und Jugendliche, die ihr Verständnis von Raum und Zeit erst entwickeln, gehen mit dieser Beschleunigung große Herausforderungen einher. Dieser Band blickt daher interdisziplinär auf Raumkonzepte, Zeitvorstellungen und pädagogische wie didaktische Ansätze aus dem Judentum, Islam und Buddhismus sowie aus dem orthodoxen, katholischen und evangelischen Christentum. Die Beiträge aus den Bereichen Philosophie, Pädagogik und Soziologie, Theologie und Religionspädagogik bieten wertvolle Impulse zum Nachdenken über traditionelle und moderne Raum- und Zeitverständnisse im religiösen Kontext.