Zum Inhalt
Die "Vanamala – Festschrift Adalbert J. Gail" erscheint zum 65. Geburtstag des bekannten Indologen und ehemaligen Professors für Indische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Außer einer vollständigen Bibliographie der Publikationen des Jubilars enthält der Band 33 Beiträge (12 in deutsch, 21 in englisch) von international bekannten Autoren, Schülern und Kollegen aus den verschiedensten Forschungsrichtungen und zeigt somit die Ausstrahlung des Jubilars und die Lebendigkeit der gegenwärtigen Forschung im Bereich der Kunstgeschichte Südasiens.
Die in den einzelnen Beiträgen behandelten Themenkomplexe sind sowohl zeitlich als auch räumlich weit gespannt. Geographisch reichen sie von Afghanistan im Westen (Quagliotti) über das westliche Indien (Bruhn, Meister, Njammasch, Schlingloff), Zentralindien (Nagaswamy), das östliche Indien (Melzer, Ota), Bangladesh (Johne) und Burma (Buchmann, Krüger/Letz) bis nach Java in Südostasien (Dhaky, Jahan, Zin), von Sri Lanka (Pal) über Südindien (Markel, Moorti), Goa (Kumbera Landrus), die Himalaja-Region (Allinger), Nepal (Bühnemann, Mevissen) bis nach Tibet (Bröskamp, Schneider) und Zentralasien (Zhu) im Norden. Es werden auch komplexe Themenstellungen in einer Zusammenschau behandelt (Bhattacharya, Dhar, Hegewald, Ritter, Schaber, Wessels-Mevissen), ebenso wie die Verbindungen der indischen Kunst zu Europa (Kühn, Stoye, Weis).
In den Beiträgen wird die religiöse Vielfalt des indischen Subkontinents sichtbar: Die Ikonographie des Hinduismus (Bhattacharya, Bühnemann, Melzer, Nagaswamy) wird ebenso thematisiert wie die des Buddhismus (Allinger, Bröskamp, Buchmann, Johne, Mevissen, Pal, Quagliotti, Stoye, Zhu, Zin), die Kunst des Jainismus (Bruhn, Hegewald), des Christentums und des Islam (Kumbera Landrus, Kühn, Weis), übergreifende magico-religiöse bzw. mythologische Themenkomplexe (Wessels-Mevissen) sowie "profane" Kunst (Dhaky, Jahan, Markel, Meister, Ritter, Schaber). Daneben stehen Arbeiten zur Archäologie (Ota), Architektur (Dhar, Schlingloff), Epigraphie und Geschichte (Krüger/Letz, Moorti, Njammasch) wie auch zur Philologie (Schneider).
Insgesamt vermittelt der Band ein umfassendes Bild neuerer Forschung im Bereich der indo-asiatischen Kunst und sollte in keiner Fachbibliothek fehlen, ob privat oder öffentlich.