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Das Thema Sterben und Tod ist dem Herausgeber besonders wichtig geworden, einmal im Hinblick auf das Sterben naher Angehöriger, aber auch im Hinblick auf den eigenen Tod.
„Autismus und Alter“ – das ist ein Thema, das manchen Betroffenen und seine Bezugspersonen mit Angst und Sorge erfüllt. Am liebsten verschließt man die Augen vor den Problemen, die sich abzeichnen. Es ist aber nach Ansicht des Herausgebers, der selbst als autistisch eingestuft wurde, unabwendbar, dass sich Betroffene, deren Eltern und Professionelle mit dem Thema auseinander setzen. Aus diesem Tabuthema soll ein Thema werden, über das man diskutiert.
Die Bedürfnisse der älter werdenden Autisten sind zwar denen alter Menschen allgemein vergleichbar, aber es ist wichtig, die Besonderheiten dieses Personenkreises ins Bewusstsein zu rücken. Selbstbestimmung sollte in Ansätzen auch für Menschen mit Autismus erreichbar sein.
Der Herausgeber hat sich über zwei Jahre beinahe täglich mit dem Thema beschäftigt und andere Betroffene und deren Eltern aufgefordert, Beiträge für sein Buch zu schreiben.
Dass etliche Personen mit Autismus im jugendlichen Alter starben, hat den Herausgeber sehr betroffen gemacht. Er möchte, wie schon in früheren Veröffentlichungen, eine Lanze für die Gestützte Kommunikation (FC) brechen, die helfen kann, bei Krisen und in Grenzsituationen den Willen der Betroffenen zu erkennen und ernst zu nehmen. Alle berechtigte und unberechtigte Kritik an der Gestützten Kommunikation muss verstummen, wenn FC dazu beiträgt, dass Menschen, die keine andere Möglichkeit haben sich zu äußern, in Grenzsituationen oder am Ende des Lebens ihren Willen kundtun können.
Das Buch „Autismus und Alter“ ist kein fertiges Buch. Es müsste weiter geschrieben werden. Der Herausgeber wünscht sich, dass eine Auseinandersetzung mit den Themen Alter, Sterben und Möglichkeiten sowie Grenzen der Selbstbestimmung in den Kreisen zustande kommt, denen das Schicksal autistischer Menschen nicht gleichgültig ist.