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Die Antike lebt – das ist jedem klar, der einen Blick auf Neuerscheinungen des Buchmarktes wirft: Die Auseinandersetzung mit antiker Kultur ist in Kunst, Musik und Literatur genauso aktuell wie in den entsprechenden akademischen Disziplinen. Dass Beschäftigung mit Antike auch in Epochen, die sich längst vom Gebot der Mimesis befreit haben, “unwiderstehlich” Neues hervorbringen kann, veranlasste Aby Warburg, sein Jahrhundertprojekt “Nachleben der Antike” zu nennen.
In diesem Verständnishorizont stehen die Beiträge des vorliegenden Bandes, die das Kolloquium zum 60. Geburtstag des Romanisten Klaus Ley (Mainz) im Jahr 2004 dokumentieren. Themen aus Kunst- und Musikwissenschaft, Genderforschung, Geschichtsphilosophie und Literaturtheorie kommen ebenso zur Sprache wie aus den Philologien, etwa der Keltologie, Germanistik, Komparatistik und Romanistik: Das interdisziplinäre Gespräch als klassischer Modus des fruchtbaren Diskurses über Antike belegt einmal mehr deren Vitalität.