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Lausitz, Frühjahr 2000: Das erste Wolfsrudel etabliert sich in der Bundesrepublik Deutschland. Eine vormals ausgerottete Art erkundet ein stark verändertes Land. Die Ausbreitung der großen Beutegreifer wird von Anfang an von Erzählungen begleitet und erzählend mitgestaltet. Dabei trifft überliefertes Wissen auf neue Erkenntnisse über das Zusammenleben von Wolf und Mensch. Doch wer erzählt da eigentlich über wen? Und was wird verhandelt, wenn es um die „Rückkehr der Wölfe“ geht? Basierend auf empirischen Studien in der Lausitz zeichnet Marlis Heyer das komplexe Bild einer Region im Umbruch. Dabei lotet sie nicht nur Fragen nach dem Zusammenleben von Menschen und Wölfen aus, sondern nimmt mithilfe unterschiedlicher Theorien auch die Möglichkeiten und Grenzen von Erzählforschung über Menschen hinaus in den Blick.