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„Und soeben bin ich in den Mondschein hinausgegangen und habe das alte Muzot gestreichelt …“ Im Licht dieser nächtlichen Geste öffnet sich der Blick auf Rainer Maria Rilkes letzte Lebensjahre. Maurice Zermatten folgt den Spuren des Dichters von 1919 bis 1926. Er nimmt uns mit ins Wallis und in den mittelalterlichen Turm von Muzot, wo Rilke seine letzten Jahre verbrachte. Hier fand er die Ruhe und Inspiration zur Vollendung der Duineser Elegien und erschuf die Sonette an Orpheus. Neben Einblicken in den asketischen Alltag des literarischen Schreibens gewährt Zermatten auch solche in das rege soziale Eingebundensein Rilkes. Er berichtet von intensiven Korrespondenzen und Freundschaften, von leidenschaftlichen Liebesbeziehungen und letztlich auch von Schmerz, Krankheit und Sterben. Der Walliser Schriftsteller Maurice Zermatten, der selbst an Rilkes Grab stand, zeichnet ein eindringliches Bild dieser prägenden späten Jahre. Zugleich eröffnet er neue Perspektiven auf die Rilke-Rezeption in der Westschweiz und in Frankreich.