Zum Inhalt
Das „(Un-)Vereinte Europa“ ist ein dynamischer, konfliktbeladener Erzählraum. Doch wie diskutieren Prosa, Drama und Theater die drängenden Fragen zu Grenzen, Migration und Europa-Konzepten? Antworten aus deutscher, österreichischer und tschechischer Perspektive versammelt dieser Band. Neben realen und literarischen Grenzen sowie Flucht-, Migrations- und Ost-West-Diskursen (u. a. bei Glattauer, Oberholzer, Erpenbeck, Salzmann, Gorelik und Menasse) geht es um Formen des binationalen Kulturtransfers (bei Pařízek, dem Aktionstheater Ensemble, Drama Panorama und in grenzüberschreitenden Theaterprojekten). Analysen europäischer Identität, inter- bzw. transkultureller Literatur und historischer Konflikte stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Rezeption deutschsprachiger Literatur und Dramatik in Tschechien. Weitere Themen sind das postdramatische Konzept und dessen Präsenz auf den heutigen Theaterbühnen sowie die Rolle von Mehrsprachigkeit, Erinnerungskulturen und Identität im deutsch-tschechischen Kontext bei Rudiš und Stavarič.