Zum Inhalt
Weltbilder, verstanden als imaginäre Ordnungsvorstellungen, beschäftigen die moderne Mediävistik: An ihnen können Reichweiten der Wahrnehmungs- und Deutungsmodelle unterschiedlichster Bereiche von „Wirklichkeit“ ermessen sowie der Wandel von Sinngebungs- und Selbstverständigungsmustern befragt werden.
Im Rahmen einer Vortragsreihe von Literaturwissenschaftlern und Historikern der Universität Potsdam im ehemaligen Prämonstratenserstift Jerichow (Sachsen-Anhalt) 2002/2004 entstanden die vorliegenden Beiträge. Sie folgen den vielfältigen Spuren des mittelalterlichen Menschen, sich seine Welt anzueignen: durch Träume, Jenseitsbilder, ritterlichen Ethos, soziale Normierung von Begehren und Gewalt sowie das Wissen-wollen, was die Welt zusammenhält.
Der vorliegende Band widmet sich diesen Weltbildern unter verschiedenen Blickpunkten, gruppiert nach „Fiktion und Wirklichkeit“, „Grenzwelten und Religiosität“, „Herrschaft und Hof“.