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Kriege, Flucht und Hunger, dazu Klimakatastrophen und das Erstarken autoritärer Regime und Diktaturen: Angesichts des menschengemachten Leids fordert Lutz Götze aktives Handeln. Sein Kompass sind die Grundwerte der europäischen Aufklärung – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Hinzu kommt die Forderung Immanuel Kants, uns aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, in der wir uns so bequem eingerichtet haben. Mit Jean Paul Sartre und Albert Camus geht er noch einen Schritt weiter: Zur freien Entscheidung verurteilt, gilt es, die individuellen und gesellschaftlichen Folgen stets abzuwägen. In Auseinandersetzung mit den Tugendlehren des Aristoteles und Marc Aurels entwickelt Götze eine Vision friedlichen Zusammenlebens. Voraussetzung dafür ist ein radikales Umdenken: Europa als letzte Bastion aufklärerisch-demokratischer Grundwerte muss geschlossen und solidarisch agieren und diese Position friedensstiftend, ökonomisch und letztlich auch militärisch verteidigen. Es geht um Werte, nicht um Interessen oder Deals.