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Die Diskussion über Synonyme ist im Zeitalter der Aufklärung zentral. Noch im 16. und 17. Jahrhundert prägte Wortreichtum durch gleichwertige Synonyme die Rhetorik. Im 18. Jahrhundert hingegen verschiebt sich der Fokus auf bedeutungstheoretische Aspekte und den praktischen Nutzen präziser Sprache, die subtile semantische Abweichungen berücksichtigt. Frankreich nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Ariane Wittkowski untersucht 1004 Artikel der Encyclopédie (1751–1765), die die Problematik der Synonyme metasprachlich behandeln oder in denen Synonymabgrenzungen vorgenommen werden. Sie erfasst die Artikel nach kumulativen, teildistinktiven und distinktiven Darstellungen von Synonymen und stellt ihnen das Synonymenwörterbuch von Gabriel Girard (Synonymes françois, 1718, 1736, 1741) gegenüber. Zugleich beschreibt sie detailliert Girards Einfluss auf Diderot, D’Alembert und Jaucourt. Die übersichtlich aufbereiteten Ergebnisse revidieren den bisherigen Forschungsstand zu mehreren Aspekten und dienen als Grundlage für weitere Studien.