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Deutsche Funktionswörter zeichnen sich durch ein besonders unregelmäßiges syntaktisches Verhalten aus. Aufgrund dieser Eigenart werden sie in der Grammatikliteratur bislang oft uneinheitlich oder ungenau betrachtet. Patrizio Malloggi widmet sich der Systematisierung dieser „Ausnahmefälle“ umfassend und innovativ. Dazu kombiniert er Klassifizierungsansätze aus der traditionellen Wortartenlehre (top-down) und der Einzelgänger-Perspektive (bottom-up) mit dem Zentrum-Peripherie-Modell der Prototypentheorie. Dieser neue Ansatz ermöglicht eine präzise Einordnung idiosynkratischer Funktionswörter innerhalb einer Wortart zwischen Zentrum und Peripherie. Aus dieser Kategorisierung leitet Malloggi drei übergeordnete Gruppen ab: Präpositionen, Präadverbien und Adverbkonjunktoren, die er in jeweils einem Kapitel vorstellt und untersucht. Untypische Funktionswörter des Deutschen gibt einen systematischen Überblick und neue Impulse für Forschung und Studium sowie für die Hochschullehre im Bereich Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache.