Caspar Luiken (1672–1708) hat zusammen mit seinem Vater Jan Luiken (1649–1712) dessen Zeichnungen in Kupfer gestochen. Sie begleiten die Zusammenstellung des „Menschlichen Betreibens“ nach seiner Bedeutung für das menschliche Leben: beginnend mit dem Bäcker und dem Kleidermacher, gefolgt von den Hausbau und Hauspflegegewerken, den Metallarbeitern bis hin zu den Schiffbauern, den Buch- und Kunstgewerben, dem Landmann, dem Seemann und schließlich den zwischenmenschlichen Berufen des Kaufmanns, Kriegsmanns und Verwalters (Herrschers). Abgebildet sind 100 Vertreter verschiedener Gewerke und Berufe in ihren Werkstätten und Arbeitsräumen. Diese Darstellung des „Menschlichen Betreibens“ überhaupt verdeutlicht, dass für ihn alle Berufe Lebensinhalt und Daseinserfüllung sind, da sie doch alle den göttlichen Gesetzen folgen, in denen sich das menschliche Leben verwirklicht.