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Die Bulgaren in Bessarabien und Taurien bilden eine große, jedoch wenig bekannte historische Diaspora auf dem heutigen Gebiet der Ukraine und der Republik Moldau. Auf der Basis internationaler Forschung und eigener Feldstudien rekonstruieren die Autoren dieses Buches die Migrationsbewegungen: vom 18. Jahrhundert über die Kolonisation im Zarenreich und die Staatenbildung des 20. Jahrhunderts (Großrumänien, Sowjetunion) bis hin zur Nationalitäten- und Sprachenpolitik der Gegenwart. Neben historischen Entwicklungen stehen der Sprachwandel und die vielseitige literarische Produktion im Zentrum. Schließlich machte schon Alexander Puschkin ein bulgarisches Dorf in Bessarabien zur literarischen Bühne, und trotz schwieriger Bedingungen leisteten die Bulgaren dieser Region einen bedeutenden Beitrag zur bulgarischen Literaturgeschichte. Dieser Band ist ein Nachschlagewerk für alle, die sich für osteuropäische Geschichte, Slawistik, Bulgaristik sowie Diaspora Studies und Memory Studies interessieren – in Studium, Forschung und Lehre.